ruegentravel24, Reiseführermit Kartenvorverkauf der Störtebeker Festspiele Ralswiek Rügen             Karten-/ und Buchungshotline für die Insel Rügen und den Störtebeker Festspielen: 038 392 - 635 777

Kirchen auf der Insel Rügen  
St. Johannis Kirche Schaprode  

 

 

 

 

 


  

Karten Störtebeker Festspiele Ralswiek
Störtebeker Festspiele Ralswiek
"Der Schatz der Templer"
18.Juni - 3.September 2011
Kartenhotline: 038 392 - 635 777

Bilder der Insel


Binz Flaniermeile Hauptstrasse


Fischerdorf Vitt - Kap Arkona


Sonnenuntergang über Sagard


St. Johannis Kirche in Sassnitz


 

Sassnitz erhielt seine Kirche in der Zeit der Entwicklung des Ortes zum bedeutendsten Seebad Rügens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1867 wurde der erste Gottesdienst für 300-350 Gäste in der sogenannten "Waldkirche" abgehalten. Am Fuße des Fahrenberges in der Stubnitz wurde ein geeigneter Platz gefunden. Ein Altar aus Erde wurde errichtet und mit Rosen bedeckt, sowie Rasenbänke im Halbkreis hintereinander um den Altar herum angeordnet. So saß die Ferien-Gemeinde während des Sommers inmitten der Natur unter dem Blätterdach der Buchen und lauschte der Predigt. Witterungsbedingt mussten die Gottesdienste öfters unterbrochen werden. Schon bald wurde der Bau einer Kirche im bescheidenen Rahmen erwogen. 1883 wurde der neugotische einschiffige Backsteinbau fertiggestellt und die evangelische Kirche durch das "Comité der Stiftung für den Kirchenbau zu Sassnitz" am 24. Juli eingeweiht. Der achteckige Kirchturm ist 33 m hoch. Das Altarfenster stiftete Kaiserin Auguste Viktoria, das Kruzifix Prinz Friedrich Carl von Preußen, die dem Hildesheimer Missale nachgestaltete Prachtbibel das Kronprinzenpaar. "Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig" (2. Kor. 3, 6), zitierte der Kronprinz in seiner Widmung, "Verstehest du auch, was du lesest?" ( Apg. 8, 30) die Prinzessin. Einzug hielt auch ein Taufengel, der später zerstört wurde.

1899 erfolgte die Anschaffung der Orgel von der Firma "Gebrüder Dinse" aus Berlin. 1903 wurde ein eigener Friedhof angelegt und die Auferstehungskapelle gebaut. 1917 wurde die Kirche Eigentum der Kirchengemeinde Sassnitz. 1933 feierte die Kirche ihr fünfzigjähriges Bestehen; 1983 den hundertsten Geburtstag. In der Zwischenzeit war sie Lazarett, hatte Kriegs- und Friedensgebete hören lassen - und den Wandel der Zeit erlebt - 1962 am 9. Juli konnte sie nach einer dreijährigen Sanierungsphase feierlich wiedereingeweiht werden. Engel und Leuchter, Bilder und Wandschmuck waren moderner Nüchternheit gewichen. 1991, nach der Wende, wurde die Kirche noch einmal vom Dach bis zum Boden saniert. Freiwillig leisteten Handwerker der Stadt und ABM-Kräfte ihre Beiträge dazu: Die alten Leuchter wurden nachgebaut, die Bilder restauriert, die Uhr und der Glockenmotor repariert, die Orgel durch die Firma Wolter instand gesetzt, eine sensible Kirchenheizung eingebaut. Es fehlte nur noch der Engel, fanden die alten Leute, die sich noch gut an ihn erinnern konnten - und begannen zu sparen. Die Thorvaldsenwerkstatt in Kopenhagen wurde mit einer Nachbildung des Originals aus der dortigen Domkirche beauftragt. Zum Johannisfest 2002 war es dann soweit: Der Engel kam auf dem Jugenkutter "Sophie Scholl" übers Meer und hat Platz genommen auf dem hellen Fleck vor dem Altarraum, der durch all die Jahre an seinen verschollenen Vorgänger erinnert hatte. Der Engel macht die Kirche leichter und heller - und die Besucher auch. "MENSCH. LERNE TANZEN, SONST WISSEN DIE ENGEL IM HIMMEL NICHTS MIT DIR ANZUFANGEN." An diese Aufforderung des Hl. Augustinus will er sie erinnern.

 

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