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Seebad Prora (Kdf)
  

 

 

 

 

 


  

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Seebad Prora und der Koloss von Rügen

Das Seebad Prora war ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und zum Teil auch errichtetes Seebad auf Rügen. Nach seiner Fertigstellung sollten hier durch die Organisation Kraft durch Freude (KdF) 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können. Diese sollten in einem Durchgang von 10 Tagen jeweils wechseln, so dass jährlich ca. 1,5 bis 2 Millionen Urlauber durch dieses Bad geschleust worden wären. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt, so dass heute der Koloss von Prora auf einer Länge von etwa 4,5 Kilometer entlang der Küste aneinandergereihte 8 baugleiche Häuserblocks stehen. Im Krieg diente die Anlage als Ausbildungsstätte für Luftwaffen-helferinnen und ein Polizeibataillon. 1943 wurden noch Teile der südlichen Blocks ausgebaut, um Ersatzquartiere für ausgebomte Hamburger Familien zu schaffe, zum Ende des Krieges fanden hier Ostflüchtlinge eine Zuflucht.

Bis 1953 wurde der Koloss von Prora durch die Sowjetische Armee u.a. zur Internierung von Grundbesitzern genutzt, anschließend von der Nationale Volksarmee die das gesamte Gebiet zum Sperrgebiet erklärte. Nach entsprechenden Umbauten 1956 wurden in Prora bis zu 10.000 Soldaten stationiert. Ab 1981 wurden hier an der Offiziershochschule „Otto Winzer“ ausländische Militärkader aus politisch befreundeten Ländern wie Angola und Mosambik ausgebildet. Ebenfalls beherbergte das Seebad Prora weit über 500 Bausoldaten die den Seehafen Mukran bauten. Nach dem Ende der DDR übernahm 1990 die Bundeswehr, stellte die Nutzung Ende 1992 ein und verließ Prora. Seit Anfang 1993 ist die Anlage öffentlich zugänglich und steht bis auf dem Block 3 leer und ist dem Verfall preisgegeben.

Seit 1992 gestaltet sich im Block 3 eine Museumsmeile mit neun Ausstellungen in fünf Museen und Galerien. Allein das Museum zum Anfassen hat inzwischen 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Im Dokumentationszentrum Prora auf der zweiten Etage liegen die Räume der ehemals in Prora stationierten 16. Kompanie, stilgetreu rekonstruiert. Von der Blümchentapete bis zur benutzten Zahnbürste und dem Kunstdruck an der Wand - hier ist alles echt. Neben verschiedenen anderen Museen gibt es hier noch einen Jugendzeltplatz, eine Diskothek und viel viel weißen Strand.

In der KulturKunststatt Prora wird die Geschichte und Nutzung der "Kraft durch Freude"-Anlage objektiv dargestellt. Eine aufwändige Sammlung von Originalen, die originalgetreue Rekonstruktion der Räumlichkeiten macht den Besuch zum Erlebnis. Das Museum beschreibt nicht nur, es zeigt es auch! - Die KulturKunststatt auf 5.000 qm Ausstellungsfläche mit folgenden Einrichtungen: NS-KdF-Museum, NVA-Museum Prora, Rügen-Museum, Technik-Sonderausstellungen, Museumsfreundschaften, Bilder-Galerie, Motorradwelt der DDR, Wiener Kaffeehaus

 

(Folgen Sie dem Link über die einzelnen Orte und erkunden so die Insel)

 

 

 

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