Die Bäderbahn "Rasender Roland" von Rügen
Die Rügensche Kleinbahn (auch Rasender Roland genannt) ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm und ist ein unverwechselbarer Bestandteil der Insel Rügen als tägliches Nahverkehrsmittel. Der Rasender Roland verbindet Putbus mit den Seebädern im Südosten. Sonderzüge, Ausbildungsmöglichkeiten zum Ehrenlokführer und der klassische Dampflokbetrieb nach Fahrplan machen die Bäderbahn zu einer touristischen Attraktion.
Die 24 Kilometer der Strecke zwischen Putbus und Göhren ist das letzte Stück des einst 97 Kilometer umfassenden Streckennetzes. Früher gab es zwei voneinander getrennte Streckenteile: der eine führte vom Normalspurbahnhof Altefähr aus über Garz und Putbus nach Göhren, während der andere am Normalspurbahnhof in Bergen begann und über Trent, der Wittower Fähre und Wiek nach Altenkrichen führte. Den ersten Abschnitt von Putbus nach Binz eröffnete die Rügensche Kleinbahn Aktiengesellschaft (RüKB) am 22. Juli 1895. Bis 1899 war das gesamte Streckennetz fertiggestellt.
Auf dem Abschnitt Putbus-Göhren dominierte stets der Personenverkehr, da die Bahn hier die beliebten Seebäder anfuhr. Die anderen Streckenteile lebten vom Güterverkehr. Das führte jedoch Ende der 60er Jahre zur Stillegung, die Natur hat diese Flächen zurückerobert nach Altefähr wurde aus dem Gleisbett ein Fahrradweg. Seit 1998 werden die verbliebenen Gleise Stück für Stück restauriert.

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