Fährhafen Sassnitz Mukran
Der Fährhafen Sassnitz Mukran, ein Tiefwasserhafen, ist das Tor nach Skandinavien und dem Baltikum. Der heute bestehende Fährhafen geht historisch zurück auf eine Fährverbindung von Sassnitz nach Trelleborg, die am 1. Mai 1897 den Betrieb aus dem Sassnitzer Hafen aufnahm. In den 1980er Jahren erfolgte dann der Neubau des Fährhafens im Sassnitzer Ortsteil Mukran durch Bausoldaten der NVA, eines der letzten großen Verkehrsbauprojekte in der DDR. Ziel war es eine Eisenbahnfähre nach Klaipeda in Litauen einzurichten um für den Transport von Gütern aus der DDR in die Sowjetunion den langwierigen und durch Transitgebühren kostspieligen Landweg umgehen zu können, der zudem durch die damalige politische Lage in Polen unsicher geworden war. Als einziger Hafen in Westeuropa bietet der Fährhafen Sassnitz Mukran die Möglichkeit zum Umschlag von Eisenbahnwaggons mit der in Finnland, Russland und den baltischen Ländern verwendeten Breitspur von 1520 Millimeter.
Nach einem erneuten Umbau konnte 1998 der Fährverkehr von PKW's und Personen vom kleinen Stadthafen Sassnitz in den Tiefwasserhafen Sassnitz Mukran verlegt werden. Seitdem startet die traditionelle Königslinie Richtung Trelleborg/ Schweden von dort, ebenso wie die Fähren nach Bornholm und ins Baltikum (St . Petersburg und Klaipeda). Seit dem sich nun nicht mehr die Autos und LKW's durch Sassnitz quälen, gewann die Sadt selbst an Attraktivität und ist seit dem ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Sehenswert sind auf der Schmalen Heide in Richtung Prora die Feuersteinfelder. Die Feuersteinfelder entstanden bei einer Serie von Sturmfluten vor ca. 3.500 bis 4.000 Jahren. Die Steine wurden im Laufe der Zeit durch das Meer aus den Kreideablagerungen der Halbinsel Jasmund heraus gebrochen waren und an diesem Ort angelagert. Im Jahr 1840 wurde die Schmale Heide mit einem Kiefernwald bepflanzt, der heute die Feuersteinfelder eng umrahmt. Als Nauturschutzgebiet wurde die Schmale Heide 1935 unter Schutz gestellt. Seit dem konnten sich hier viele Planzenarten ungestört entwickeln. Die Feuersteinfelder finden Sie vom Parkplatz am südlichen Ortsausgang wenn Sie den Wanderweg etwas 3 Kilometer folgen.
(Fahren Sie bitte mit der Maus über die einzelnen Orte und folgen Sie dem Link:)

|