Die Hafenstadt Sassnitz
Sassnitz, die nördlichste Hafenstadt von Mecklenburg-Vorpommern mit der längsten Außenmole Europas liegt auf der Halbinsel Jasmund, direkt am Nationalpark Jasmund mit direkter Fährverbindung über den Hafen Sassnitz-Mukran in das Baltikum, nach Schweden und Dänemark. Bereits 1860 avancierte der Ort zu einem Modebad, in dem sich so prominente Leute wie Johannes Brahms und Theodor Fontane aufhielten. Doch der Glanz war nur von kurzer Dauer. Bedingt dadurch, dass es keinen natürlichen Sandstrand gab und gibt (er ist in Planung), wanderten die Badegäste bald in die mondänen Orte im Osten der Insel ab. 1906 entstand aus dem Fischerdorf namens Sassnitz und dem Bauerndorf Krampas der Ort Sassnitz. Aber erst seit 1957 besitzt Sassnitz das Stadtrecht. Heute nimmt die Bedeutung des Tourismus immer weiter zu.
Für die Fischerei war Sassnitz immer schon bedeutsam. Sie erlebte aber erst nach 1945 ihre größte Blüte mit dem Aufbau des Fischkombinats. Zu diesem Betrieb gehörten zeitweise bis zu 200 hochseefähige Fischkutter. Diese seetüchtigen Fahrzeuge fuhren von Sassnitz aus bis in die Nordsee, zur Küste Norwegens und in den Kanal. Einige Jahre waren in Sassnitz auch Frosttrawler sowie Verarbeitungs- und Transportschiffe stationiert. Die erste Fährverbindung von Stettin nach Sassnitz wurde 1878 in Betrieb genommen und wurde bis zur Fährausgliederung in den Hafen Sassnitz-Mukran 1998 stätig ausgebaut. Der ca. 5 km von der Stadt entfernte Fährhafen wurde zum neuen wirtschaftlichen Schwerpunkt der Insel Rügen und ihr größter Arbeitgeber.
Im Stadthafen selbst kann man das Flair der Fischkutter geniessen, von denen man den fangfrischen Fisch selbst erwerben kann. Oder aber man nutzt die Möglichkeit und bricht mit einem der Kutter zu einer Angelfahrt vor die Küste auf. Auch lohnt sich ein Besuch des Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseums oder des Museums für Unterwasserarchälogie. Ebenso beliebt ist ein Ausflug in den einzigen Tierpark auf der Insel Rügen.
Der Tourismus, der Fährverkehr und die Fischerei prägten die Architektur von Sassnitz. Im 19. Jahrhundert wurden aus strohgedeckten Fischerhäusern durch oft mehrfache Umbauten Pensionen, die durch kunstvoll verzierte Holzbalkons ein besonderes Merkmal der Bäderarchitektur bilden. Mit der Industrialisierung der Stadt wurden aus Sommerpensionen und Hotels Ganzjahreswohnhäuser. Diese Zweckentfremdung bekam den Häusern nicht und es kam daher nach und nach zum Verfall großer Teile der Altstadt. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Stadt Sassnitz im Jahre 1991 in das Städtebauförderprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen um seine Altstadt zu retten und zu renovieren. Die Altstadt wurde zum Sanierungsgebiet erklärt. Sie wird schrittweise unter Berücksichtigung der vorhandenen Ortsstruktur und der Erhaltung bzw. Erneuerung der städtebaulichen und kulturhistorischen Besonderheiten saniert.
Die avantgardistische Fußgängerbrücke welche vom Rügenplatz die Innenstadt von Sassnitz mit dem Stadthafen verbindet gewann den Deutschen Brückenbaupreis 2010.
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Pensionen, Hotels, Unterkünfte auf der Insel Rügen
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